(Beiersdorf-Freudenberg) Wieder einmal ist der geplante Bau einer Biodieselfabrik geplatzt. Der Bau der größten slowenischen Biodieselfabrik ist abgesagt worden. Laut dem Bericht einer slowenischen Tageszeitung wurden zu hohe Rohstoffkosten und zu niedrige Ölpreise als Gründe für die Absage genannt.
Die Suche nach einer Abkopplung von schwankenden Kraftstoffpreisen für den Mittelstand auf der einen Seite sowie die ethische Diskussion über die Verdrängung von Getreideanbauflächen zugunsten einer Biodiesel-Produktion auf der anderen, führte im Frühjahr 2009 zur Gründung der Energiegenossenschaft Freudenberg eG. Hier werden die Genosssenschaftsmitglieder ihre eigenen Dieselproduzenten. Im Gegensatz zum Biodiesel gewinnt die Genossenschaft aus biogenen Reststoffen hochwertigen Dieselkraftstoff, der nach DIN EN 590 zertifiziert ist. Das bedeutet: Eine problemlose Betankung aller Dieselmotoren ist – ohne die negativen Nebenwirkungen des Biodiesels – möglich.
Dazu kommt der ethische Aspekt, dass hier keine Nahrungsmittelanbauflächen zur Kraftstoffgewinnung notwendig sind, kommt doch als Ausgangsstoff ausschließlich Stroh zum Einsatz. Die Landwirte erhalten für ihr angeliefertes Stroh kostenlosen Diesel. Darüber hinaus wird der Kraftstoff, der unter der Marke CEHATROL® vermarktet wird, an die übrigen Genossenschaftsmitglieder zu den aktuellen Produktionseinstandskosten abgegeben. Diese belaufen sich z.Z. auf 0,48 EUR/l.
Das Modell wird zunächst an vier Standorten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern realisiert. Investiert wird bankenunabhängig ausschließlich mit den Einlagen der Genossenschaftsmitglieder. Großabnehmer ab 30.000l Dieselbedarf pro Jahr bekommen eine eigene Tankstelle gestellt.
Auch für Kapitalanleger kann eine Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft Freudenberg eG attraktiv sein: Investierende Mitglieder platzieren ihr Kapital nicht nur in eine zukunftsträchtige Technologie sondern erhalten ab dem ersten Jahr eine garantierte Rendite von mi. 3,8 %. Kein uninteressantes Angebot in Zeiten einer weltweiten Finanzkrise. Weitere Informationen unter http://www.eg-freudenberg.de.



