Lohnen sich Photovoltaikanlagen wirtschaftlich noch?

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen unter Berücksichtigung der gesunkenen Einspeisevergütung.

09.09.2010

Geht man dieser Frage nach, sollte man zunächst einmal dem interessantesten Punkt Beachtung schenken. Die öffentlichen Stromnetzbetreiber sind verpflichtet, den von Photovoltaikanlagen produzierten Strom abzunehmen und diesen auch komplett zu vergüten. Dies geschieht aber unabhängig davon, ob und wie viel die Eigentümer der Photovoltaikanlagen zuvor selbst verbraucht haben. Hier ist nur die Menge des eingespeisten Stroms Grundlage der Berechnungen.
Weiterhin hat sich durch die Einspeisevergütung die Anlage in der Regel schon nach 12-15 Jahren refinanziert und weist aber eine durchschnittliche „Lebensdauer“ von ca. 25 Jahren auf.
Zudem werden die Bestandteile inzwischen auch teilweise von der Stiftung Warentest begutachtet. An diesen Ergebnissen können sich die Kunden auch schon vor dem Kauf orientieren, um ein möglichst hochwertiges Produkt zu kaufen. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass sich die Umstände, die zum Betrieb von Photovoltaikanlagen wichtig sind, nicht ändern werden. Die Sonne, die benötigt wird, wird in den nächsten Jahren nicht knapp. Auch prüft der Hausbesitzer, ob Bäume oder andere Gebäude oder auch der Schornstein unnötige Schatten auf sein Dach werfen. Ist dies zum Zeitpunkt der Installation nicht der Fall, wird sich dies wohl auch nicht schnell ändern.
Somit ist klar, dass viele äußere Faktoren für den Betrieb von Photovoltaikanlagen, und auch in diese Investition, sprechen. Die Langlebigkeit und die Rentabilität der Anlage sprechen absolut für sich.
Durch die Einnahmen aus der Einspeisegebühr bekommt der Eigentümer der Anlage die Funktion eines Unternehmers. Verständlicherweise haben viele Menschen davor Respekt, weil sie glauben, die Folgen nicht abschätzen zu können. Allerdings kann hier ein Gespräch mit einem Steuerberater Abhilfe schaffen. Dieser verschafft sich einen Überblick über die finanzielle Situation des Eigentümers und hat dadurch die Grundlage, ihn individuell zu beraten. In der Regel ist es weniger kompliziert als es scheint. Seine Berechnungen können aufzeigen, dass sich diese Investition und der Erhalt der Einspeisevergütung immer noch lohnt und nicht so kompliziert ist, wie befürchtet.
Am meisten spricht aber das zuerst genannte Argument dafür, dass sich Photovoltaikanlagen trotz (oder wegen) der Einspeisevergütung lohnen. Die Eigentümer erhalten vom Betreiber des öffentlichen Stromnetzes eine festgesetzte Vergütung für den ganzen eingespeisten Strom, auch für den, den sie selbst verbrauchen werden.



Tags: einspeisevergütung, energie, photovoltaik
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