(Beiersdorf-Freudenberg, 18.09.2009) Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung einen Bericht über das Tankverhalten deutscher Transportunternehmen in den Jahren 2008 und 2009 herausgegeben. Danach haben die deutschen Transporteure in den Jahren 2008 und 2009 wieder vermehrt Dieselkraftstoff gekauft.
Als Grund führt
das BAG die starken Preisschwankungen auf dem Rohölmarkt
an. Die Unsicherheit über den weiteren Preisverlauf
wirkten sich danach auch auf Biodiesel und
Pflanzenölkraftstoff aus. Grundsätzlich bestehe aber bei
der Mehrzahl der befragten Unternehmen nach wie vor die
Bereitschaft, in die Nutzung alternativer Kraftstoffe zu
investieren, wenn eine langfristige Verlässlichkeit der
steuerlichen Rahmenbedingungen gegeben sei.
(Quelle: Bundesamt für Güterverkehr)
Der Vorstand der Energiegenossenschaft Freudenberg, Helmut Uhlig, sieht die Preisschwankungen beim Kraftstoff mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Auf der einen Seite können wir voll und ganz das Dilemma des deutschen Speditionsgewerbes verstehen“, erklärte er am Mittwoch auf einer Podiumsdiskussion mit Spediteuren in Brandenburg, „auf der anderen Seite wurde genau aus diesem Grund die Energiegenossenschaft Freudenberg ins Leben gerufen. Hier produzieren wir unseren eigenen Diesel, nahezu CO2-neutral und erheblich preiswerter für alle Mitglieder. Gerade wer in seinem Unternehmen jährlich große Menge Dieselkraftstoff benötigt, sei es für seine Fahrzeuge oder andere Anlagen, kann hier die Hälfte der Betriebskosten sparen. Jede Spedition, die zu uns kommt, stärkt das Genossenschaftsprinzip und gewinnt zweifellos erhebliche Kostenvorteile gegenüber der Konkurrenz.“
Die in Brandenburg ansässige
Energiegenossenschaft Freudenberg eG projektiert
gegenwärtig vier Anlagen in Brandenburg und
Mecklenburg-Vorpommern zur Gewinnung von Dieselkraftstoff
aus biogenen Reststoffen. Dieser Biokraftstoff der II.
Generation unterscheidet sich erheblich von herkömmlichem
Biodiesel. Aufgrund seiner amtlichen Zertifizierung nach
DIN EN 590 kann er ohne Umrüstung oder Nebenwirkungen in
allen Dieselfahrzeugen und sonstigen Anlagen eingesetzt
werden. Eine eigene Spedition und ein im Aufbau
befindliches Tankstellennetz sorgen für eine bundesweite
Versorgung.
Informationen zur Energiegenossenschaft auf
http://www.eg-freudenberg.de.



