München, 24. Januar 2008 – In einem ermutigenden Schritt für alle Firmen, die Ihre Emissionsbilanz verstehen wollen, haben vor kurzem drei große internationale Organisationen verkündet ihre Berechnungs- und Reporting-Standards gemeinsam weiterzuentwickeln. ISO (International Organisation for Standardization), das World Resources Institute (WRI) und das World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) bekundeten in einem Memorandum of Understanding ihre bestehenden Standards zur Emissionsermittlung von jetzt an gemeinsam voranzutreiben. Dabei handelt es sich um die ISO 14064 sowie die GHG Protocol Standards von WRI und WBCSD.
Auch die Europäische Kommission hat sich über die European Platform on Life Cycle Assessment (EPLCA)1 zum Thema Carbon Footprint deutlich geäußert. So ist in der jüngsten offiziellen Stellungnahme klar herausgestellt, dass Berechnungen zum so genannten Carbon Footprint nur ein Teilbereich der ganzheitlicheren Untersuchungen zur Lebenszyklusanalyse (LCA) ist.
„Der Schritt zu konvergierenden Normen war seit langem fällig und aus unserer Sicht eine logische Konsequenz in Zeiten wachsender Unsicherheit für Unternehmen“, so Dr.-Ing. Thomas Fleissner, Geschäftsführer der DFGE. „Nur eine ganzheitliche Betrachtung von Systemen macht Sinn. Sich einzelne Rosinen rauszupicken kann die Ergebnisse, gerade im Vergleich mit anderen, stark verzerren“, so Fleissner weiter.
Schon seit Ihrer Gründung wendet die DFGE aktuelle internationale Normen und offene Standards an. Auch in der aktuellen Debatte um Klimaneutralität und zum Carbon Footprinting, also der Ermittlung von CO2-Emissionen für einzelne Produkte oder ganze Unternehmen, setzt die DFGE von Anfang an auf die aktuelle Normung. Im Fokus der DFGE-Wissenschaftler stehen dabei neben den bereits genannten Institute auch etliche weitere internationale Normen wie UNEP-Standards, UNFCC-Regeln, Richtlinien des BSI British Standards (BSI) oder etwa Empfehlungen des Umweltministeriums (BMU).
1 – http://lca.jrc.ec.europa.eu
Über die DFGE
Das DFGE - Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie
wurde in den 90er Jahren in München gegründet und
beschäftigt sich in erster Linie mit den Themen Energie
und Ökologie unter besonderer Beachtung
betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge. Schwerpunkte der
Arbeit sind Energie- und Emissionsbilanzen, die
Technikfolgenabschätzung, der Freiwillige Klimaschutz und
Carbon Footprinting sowie die Marktforschung. Das
interdisziplinäre Team von Ingenieuren und
Geisteswissenschaftlern konzentriert sich dabei nicht nur
auf die technischen, sondern auch auf die politischen und
soziokulturellen Rahmenbedingungen im Spannungsdreieck von
Energie, Ökonomie und Ökologie. Dabei hat sich das
Institut vor allem auch bei Forschungsprojekten der
Automobilindustrie einen Namen gemacht.
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